Zeit vergeht – Klausuren bleiben

Wo um Himmels willen ist dieZeit nur so schnell wieder hingegangen?

Wir schreiben in genau 15 Tagen die zweite Klausur des 2. Semesters und damit wird die Klausurenphase wieder richtig eingeläutet. Organische Chemie. An sich ja wirklich interessant, aber von den meisten verhasst, denn die klinische Relevanz ist gleich Null. Trotzdem wird von einem verlangt, dass Chemie mit Freude und Engagement gelernt wird. Hätte ich nichts besseres zu tun, würde ich das vermutlich auch machen 😀

Aber ist ja nicht so, dass wir nichts anderes hätten. Die größte Hürde ist vermutlich die mündliche Histologie-Prüfung. Wir werden ungefähr 10 min geprüft und bekommen zwei Präparate, von denen wir natürlich nichts wissen und sollen sie histologisch bestimmen und erklären können.

Aus meiner Sicht gibt es drei große Hürden:

  1. Man kann sich nicht auf den Prüfer einstellen
  2. Eine große Portion Glück spielt mit
  3. Theorie vs. Präparat

Zu Punkt 1.

Bei unserer mündlichen Anatomie-Prüfung wussten wir, von wem wir geprüft werden. Und auch wenn es natürlich nicht immer zutrifft, es war allein für die Psyche sehr hilfreich, sich mal in den Altprotokollen die Prüfungsfragen durchzulesen. Jetzt werden wir aber per Zufall zugeteilt. Und da hängt es wirklich von dem Prüfer ab, was er hören möchte. Wir haben welche, die relativ oberflächlich, aber flächenddeckend fragen, manche total detailiert. Andere möchten immer die klinische Anwendung wissen, andere interessieren nur die histologischen Facts. Ein schwieriges Unterfangen also, weswegen ich auch ein etwas bete, dass ich einen angenehmen Prüfer bekomme 🙂

Zu Punkt 2.

Nicht nur die Wahl des Prüfers ist vom Zufall abhängig, sondern natürlich auch die Wahl des Präparats. Und das macht in meinen Augen einen himmelweiten Unterschied, Was ich beispielsweise nicht so spannend finde, sind vor allem Harnorgane und Kopf- und Rumpfdarm, währenddessen ich mich regelrecht in endokrine Organe, Leber und Pankreas und das Immunsystem verliebt habe. Und das Erkennen ist auch bei manchen super einfach, da ist die Prüfung quasi schon gewonnen, bei anderen gleicht es eher einem Rätselraten, ob das jetzt der Ureter oder der Ductus deferens ist…

Zu Punkt 3.

Beim Lernen begleitet einem das mir mittlerweile schon altbekannte Gefühl: brauche ich diesen ganzen Kram wirklich für die Prüfung und das Präparat? Und zu unserem Unwollen lautet die Antwort so gut wie immer ja 😀 Deshalb möchte ich jetztz nicht mehr all zu viel jammern, sondern mich mal wieder ins histologische Getümmel stürzen.

Und auf in den Kampf gegen die Harnorgane und Geschlechtsorgane!

Euer Medicalresearcher

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