sLOVEnia – it was a pleasure for me!

In einer Nacht- und Nebelaktion nach Slowenien reisen, ankommen und sich verzaubern lassen – genau das ist mir passiert! Schon vorher war ich fasziniert von diesem Land, von dem ich lange Zeit nicht mal wusste, dass es existiert und seitdem davon geträumt, mir es selber angucken zu können.

Fazit: Unbeschreiblich!

Um es doch irgendwie in Worte zu fassen, nehme ich euch mit auf meine Reise!

Tag 1. Ankunft – Ljubljana by night

Nach ca. 12 Stunden Zugfahrt stand ich am Bahnhof und hatte das gewohnte Gefühl, wenn man in einem fremden Land in einer völlig fremden Stadt ist: absolute Ahnungslosigkeit. Weder wusste ich, wo mein Hostel war, das ich am Tag vorher um 21 Uhr abends gebucht hatte, noch in welcher Richtung die Innenstadt war oder was auf den Straßenschildern stand. Dazu kein Internet – schließlich war ich im Ausland und hatte den kostenlosen Wifi-Zugang von Ljubljana (Super Sache! Jeden Tag eine Stunde kostenloses Wifi, mit Ljubljana-Card 24 h) noch nicht entdeckt. Also? Klar, der Klassiker: Nach dem Weg fragen. Was sich etwas komplizierter als gedacht gestalteter, da vor man vor allem bei der älteren Generation wahrscheinlich eher mit Russisch als Englisch punkten kann. Nachdem ich mehrmals an meinem Hostel vorbeigelaufen war, habe ich es irgendwann aber doch entdeckt!

Dann endlich die erste Stadterkundung! Wie sehr hatte ich mich darauf gefreut: Ljubljana entdecken. Ohne Plan lief ich einfach los und im Nachhinein bin ich mir sicher: Genau das war gut! So war ich nämlich völlig offen für Entdeckungen und habe den ganzen Abend damit verbracht, die süßen, kleinen Ecken in Ljubljana zu erkunden.

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Franziskanerkirche (Frančiškanska cerkev)

Die Franziskanerkirche (Frančiškanska cerkev) hat es mir definitiv angetan. Im Abendlicht schimmerte sie wie ein rosarotes Juwel und hat sofort meinen Blick auf sich gezogen!

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Tromostovje (Drei Brücken)

Blick gen Tromostovje (Drei Brücken) – mit der Erleuchtung bei Nacht ein Augenschmaus! Ich stand mindestens fünfzehn Minuten da und habe das rege Treiben in der Nacht genossen. Dadurch, dass es Ende August und die Stadt voll mit Menschen war, hat man an jeder Ecke eine andere Sprache gehört: Slowenisch, Englisch, Französisch, Italienisch, Deutsch, asiatische Sprachen… Kurz: Es ist ein internationales Publikum.

Ich habe das als total aufregend und abwechslungsreich empfunden, vor allem, weil die Menschen in der Stadt entspannt und gut gelaunt waren. Wer Ljubljana lieber für sich haben möchte, sollte besser außerhalb der Hochsaison kommen – April/Mai oder September/ Oktober. Auch über Weihnachten soll die Stadt wunderschön sein – in eine Schneedecke gehüllt und mit Weihnachtsmarkt in den Markthallen (siehe unten). Steht schon jetzt auf meiner Liste!

Über der Stadt thront die ganze Zeit die Burg – hell angestrahlt und wunderschön. Vor allem eine gute Orientierung, wenn man den Weg zum Hostel nicht mehr findet (So wie ich am ersten Abend)! Und das obligatorische Foto mit einem der Drachen darf nicht fehlen. Es heißt, wenn man kein Foto mit sich und den Drachen hat, ist man nicht in Ljubljana gewesen. Das Risiko wollte ich natürlich auf keinen Fall eingehen! Hier der Beweis.

Mein Übernachtungstipp:

Hostel Celica, Metelkova 8, im dazugehörigen Viertel Metelkova, Website: Hostel Celica

Ich habe zwei Nächte im dem Hostel verbracht, welches früher ein Gefängnis war und nach Umbau der Zellen unter Mitwirkung von ca. 80 internationalen Künstlern und Architekten zu einer richtig coolen Unterkunft geworden ist, und es als absolut positiv erlebt! Es ist nur 500 Meter vom Bahnhof entfernt, was gerade mit Backpacking-Rucksack ein großer Vorteil ist und in einem absolut coolen Viertel gelegen (siehe unten). Obwohl ich einem Vierer-Raum war, um Geld zu sparen, konnte man gut schlafen und es war sehr sauber. Das Beste aber waren die Leute im Hostel! Obwohl ich sehr kurzfristig gebucht habe, waren sie total freundlich, erklären einem alles, was man wissen will, versorgen einen mit Stadtplänen usw. Und die anderen Backpacker, die dort waren, waren einfach klasse! So bin ich mit einem Amerikaner und einem Mexikaner, die in meiner zweiten Nacht im selben Raum waren, „spontan“ auf Roadtrip-Tour durch den Triglav-Nationalpark gegangen. Deshalb als Location wirklich zu empfehlen, auch das Frühstück für 4 Euro ist in Ordnung!

Tag 2+3. Entdeckungstour – Ljubljana by daylight

Schon am Abend zuvor hat mich die Stadt in ihren Bann gezogen, aber das war nichts gegen die Tage danach, die ich in der Stadt verbracht habe. Mit der selben Strategie wie vorher: Ohne Plan sich einfach durch die Stadt treiben lassen, konnte ich die verschiedensten Ecken erkunden und war begeistert von der Vielfalt der Stadt!

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Ljubljanica

Einfach die Ljubljanica entlanggehen, ohne Hektik und dabei die Schönheit des Flusses mit seinen unzähligen kleinen und großen Brücken genießen – ein Traum! Natürlich kann man auch eine Bootstour machen (wie auf dem Bild), wofür es reichlich Stände mit Tour-Angeboten in der Stadt gibt – ich habe es vorgezogen, mit meinen eigenen Füßen die Stadt zu entdecken – und bin an dem Tag 17,6 km gelaufen! Doch, was ich dabei gesehen habe, hat jeden Kilometer entschuldigt.

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Flohmarkt

Nichts entgehen lassen! Es ist immer etwas los in der slowenischen Hauptstadt. Ob wie hier der Flohmarkt entlang des Flusses oder der Markt auf dem Pogačarjev trg, langweilig wird es nicht!

In den Markthallen ist im Winter der Weihnachtsmarkt. Es muss hell erleuchtet wunderschön aussehen, denn schon im Sommer fand ich den Anblick großartig!

Was man als Nächstes auf keinen Fall verpassen sollte, ist Metelkova zu erkunden. Besonders beeindruckend sind die Street Art und die Kunstskulpturen, die auf dem leerstehenden Kasernenkomplex der ehemaligen jugoslawischen Volksarmee entstanden sind. Dieser wurde von einheimischen Jugendlichen, Künstlern und Aktivisten besetzt und hat sich zu einem alternativen Viertel entwickelt, in dem man alle möglichen Gesellschaftsschichten antreffen kann.

Beeindruckend und eine schöne Abwechslung zur historischen Altstadt! Allerdings würde ich empfehlen, das Viertel bei Tageslicht zu besuchen. Da mein Hostel schließlich auf dem Gelände lag, bin ich an einem Abend ziemlich spät in der Nacht durchgelaufen und zumindest alleine als junge Frau (vermutlich auch jegliche Person jeglichen Alters, ganz egal) hat man sich schon recht mulmig gefühlt, denn wie es zu solch einem Viertel wahrscheinlich dazu gehört, ist Gras, Alkohol und bestimmt auch Drogen und die ein oder andere Spritze keine Seltenheit. Zwei Polizisten standen in der Nacht „Wache“. Wer allerdings auf „spooky“ Feeling steht, der kann gerne bei Nacht drüberlaufen! 😀

Ich war jedenfalls sehr froh, als ich an dem Abend wieder heil im Hostel war.

Rauf auf die Burg! Man kann auch per Bus oder mit der Stadtseilbahn hochfahren, der Weg war allerdings nicht anstrengend, mit schöner Aussicht und hat höchstens 10-15 Minuten gedauert.

Es hat sich definitiv gelohnt. Ein Muss beim Besuch in Ljubljana! Wenn ich bis hierhin noch nicht verliebt gewesen wäre, dann spätestens jetzt… Man kann die Burg im Übrigen auch besichtigen, wenn man Kulturliebhaber ist. Da dies aber Eintritt kostet und der Ausblick auch so schon klasse ist, habe ich darauf verzichtet und war zufrieden damit.

Als Ende eines langen Tages sollte man sich den Sonnenuntergang anschauen, indem man sich auf die Wiese im Park vor der Burg setzt und bewundert, wie die Sonne über den Dächern Ljubljanas untergeht. Wunderschön und eins meiner Highlights in Slowenien!

Tag 4.+5. See in Bled – Besuch im Märchenland

Mit zwei Zimmerkollegen aus dem Hostel Celica ging es für mich im Mietauto nach Bled – allgemein kann ich die Erfahrung mit einem Mietauto nur befürworten. Man ist viel flexibler, kann anhalten, wenn man etwas Tolles sieht und hat dazu das Roadtrip-Feeling! Gerade im Triglav-Nationalpark war es super, das Auto zu haben und wenn man es sich mit Mehreren teilt, ist es nicht teurer als würde man alles mit Bahn und Bussen machen. Die großen Miet-Agenturen (wir waren bei Sixt) sind nicht zu verfehlen, direkt am Hauptbahnhof.

In Bled angekommen, sind wir sofort an den See! Ich hatte mir vorher schon ein paar Gedanken gemacht, denn man hört oft, dass der See in Bled gerade im Sommer ziemlich von Touristen eingenommen ist. Unsere Erfahrung: Ja, es sind Touristen dort, aber wenn man sich seinen eigenen Spot zum Baden am See sucht und nicht an den Badestrand (mit Eintritt) geht, dann ist es definitiv ein Muss in Slowenien! Mich zumindest hat der Tag dort absolut begeistert – und ich denke, man sieht auch, wieso…

Was ich empfehlen würde: Nicht (!) an den künstlichen Badestrand gehen oder sich auf der Seite mit den Hotels aufhalten: Dort hat man nicht das echte Bled-Feeling. Besser auf die Seite des Sees gehen, auf der auch die Insel ist und sich einen eigenen kleinen Fleck zum Baden suchen. Das Wasser ist wunderschön klar und einfach umwerfend. Bei uns hatte es zwischendurch sogar kurz geregnet und über dem ganzen See lag ein feiner, weißer Nebel … Dazu muss man noch sagen: Die Fotos sind alle nicht mit einer Profi-Kamera aufgenommen, sondern nur mit der Handykamera meines iPhones. In Bled ist es wirklich keine Kunst, unfassbar schöne Bilder zu machen! 😀

Mein Tipp: Zur Insel schwimmen! Klar, man kann auch eins der Gondelbote nehmen oder sich eins mieten. Aber den Blick auf die Berge, die Burg und die Insel aus dem Wasser werde ich nie vergessen. Übrigens: Auf dem See sind keine Motorboote erlaubt, sondern nur „human Power“, wie unser Host aus dem Hostel beschrieben hat 😀 Es gibt eine kurze Distanz (ca. 250 Meter) und eine lange (ca. 500 Meter). Wir sind die lange geschwommen und wenn man ganz gemütlich schwimmt, ist es ein absoluter Genuss! Mein amerikanischer Reisekumpel sagte sehr treffend: „That’s the real experience!“ Ich kann ihm absolut zustimmen.

Wenn man an der Insel angekommen ist, kann man sich auf die Steine setzen oder die Kirche besichtigen (haben wir allerdings nicht gemacht, kostet etwas Eintritt), bis man wieder Kraft getankt hat und zurückschwimmt.

Abends in einem der unzähligen Restaurants essen gehen – sie sahen alle gut aus. Wir haben eins per Zufall ausgewählt – ich glaube, da kann man überhaupt nichts falsch machen. Sollte man in der Hauptsaison da sein, um 7 Uhr abends essen wollen, dann sollte man einen Tisch reservieren! Oder wie wir einfach vorher hingehen – Hunger hat man nach dem Tag am See eh genug!

Übrigens: In Slowenien wird viel Pferd gegessen – wenn man wie ich bei Fleisch eher skeptisch ist (6 Jahre Vegetarier-Dasein prägen dann doch), sollte man da aufpassen! Unbedingt den Bergkäse aus der Region probieren, slowenisches Bier (Lasko oder Union) gibt es sowieso überall und auch die selbstgebrannten Schnäpse sind zu empfehlen. Mich hat die slowenische Küche auf jeden Fall überzeugt!

Danach: Rauf auf die Burg zum Aussichtspunkt – mystischer als den See in der Nacht anzugucken, geht es kaum! Es ist atemberaubend schön. Mein Reisekumpel hatte wiedermal die richtigen Worte: „That’s too much beauty for my heart!“

 

Tag 6. Sturm auf den Vršič

Heute hatte unser Mietauto mal richtig Etwas zu tun. Im Schnitt 14%-Steigung, 49 Kurven und eine Höhe von 1611 Meter – das ist der Vršič Pass in Zahlen ausgedrückt. Was ziemlich hart klingt, wird umso härter, wenn man hört, dass es hier in Slowenien ein Radrennen gibt, was „Sturm auf den Vršič“ heißt und einmal im Jahr im Oktober stattfindet. Die müssen verrückt sein… Doch dass dieses kleine Land sehr sportbegeistert ist, hat mir zuletzt unser Host Tom aus dem Hostel „Hosteller“ (-> Übernachtungstipp für Bled; über Air B&B) gezeigt, da er mir ca. 60 Minuten etwas über die slowenischen Sportler im Rennradfahren, Skispringen, Langlauf, Hockey und Basketball erzählt hat! Ich fand’s klasse! 😀

Schon der Weg zum Pass, bei dem man das süße Dorf Kranjska Gora passiert, ist ein Erlebnis, denn die ganze Zeit hat man die Julischen Alpen im Blick!

Man sollte an mindestens einem der Zwischenstopps auf dem Weg nach oben, Halt machen und die Berge auf sich wirken lassen. Besonders die Ausblicke über die anderen Gipfel war atemberaubend!

Natürlich kann man sich auch sportlich betätigen, den Berg hinauf wandern oder Fahrrad fahren – ich für meine Begriffe war allerdings ziemlich einverstanden damit, mit dem Auto hochzufahren 😀 Es ist wirklich steil…

Auf dem Weg runter, kamen dann noch ein paar andere Bergbegeisterte dazu… Wir haben solange gewartet, bis sie so gnädig waren, uns durchzulassen. Auf jeden Fall ein toller Tag!

Tag 7. Peričnik-Wasserfall und Soča-Tal

Einer meiner absoluten Lieblingserlebnisse in der Zeit! Wenn man von Kranjska Gora nach Mojstrana fährt, gelangt man auf einem markierten Weg zum 52 Meter hohen Peričnik-Wasserfall, der damit zu den Rekordhaltern in Slowenien zählt. Besonders, wenn man den kleineren, 16 Meter hohen Teil auch noch dazu zählt. Wir sind auf einem Pfad zum Ersten gestiegen, was man unbedingt machen sollte. Dort kann man nämlich sogar hinter den Wasserfall gehen und dabei die gewaltige Kraft des runter rauschenden Nass‘ direkt hören, sehen und fühlen.

Wir standen mindestens 30 Minuten einfach nur da und haben dem Naturspektakel zugeschaut. Toll stelle ich es mir auch vor, ein Picknick mitzunehmen, sich auf die Steine zu setzen und es einfach zu genießen! Leider kann ich hier keine Videos anfügen, aber wer mag, sollte es bei Youtube suchen, um den Wasserfall in seiner vollen Kraft zu sehen. Ich bekomme sofort wieder Lust, hinzufahren! Er gilt tatsächlich als einer der schönsten Wasserfälle der Welt, da es eben einzigartig ist, dass man ihn einmal komplett umrunden kann.

Allgemein: Wer Wasserfälle mag, kommt in Slowenien nicht zu kurz! Unser Host im zweiten Hostel hatte ein eigenes Buch angelegt mit den schönsten Wasserfällen in Slowenien. Ich denke, da warten noch viele unentdeckte Perlen…

Und da wir an dem Tag noch nicht genug vom Wasser hatten, sind wir nach Bovec gefahren, ins Herz des Actionzentrums Sloweniens mit dem wunderschönen Soča-Fluss. Nicht umsonst auch der „Smaragdfluss“ genannt. Das Wasser ist tatsächlich glasklar und eiskalt, da es aus den umliegenden Bergen kommt. Obwohl an dem Tag ca. 30 Grad waren, haben wir es höchstens eine Minute im Fluss ausgehalten, doch es ist eine prima Abkühlung. Von Bovec aus kann man ganz verschiedene Aktivitäten starten: Skydiving, Canyoning, Rafting, Kayaking,… Während wir da waren, haben wir mehrere Gruppen gesehen und total Lust bekommen, es selber auszuprobieren. Beim nächsten Mal werde ich auf jeden Fall eine solche Tour mitmachen!

Slowenien ist ein unglaublich vielfältiges Land. Ich bin schon so begeistert gewesen, von allem, was ich bis jetzt gesehen habe, dabei wartet noch so viel mehr: Piran, Izola und Koper an der Küste, von wo man einen super Abstecher ins italienische Triest machen kann. Maribor als zweite große, zentrale Stadt in Slowenien! Der Bohinje-See, der touristisch zwar nicht ganz so bekannt ist wie sein großer Bruder in Bled, aber trotzdem auf den Bildern wunderschön aussieht. Die Höhlensysteme (Škocjan und Postojna), die wir ausgelassen haben, weil sie im Sommer sehr mit Touristen überfüllt sein sollen – aber trotzdem sehr sehenswert! Genau das selbe mit dem Vintgar-Klamm, den wir einfach nicht mehr geschafft haben, in unser ziemlich volles Programm zu stopfen. Zu gerne hätte ich mir auch das mittelalterliche Städtchen Škofja Loka angeschaut, ganz zu schweigen von Celje und Ptuj.

Aber man muss sich ja auch noch etwas aufheben für die nächsten Besuche! Ich freue mich jetzt schon riesig darauf, den Rest dieses wunderbaren Landes zu erkunden und bleibe ganz verzaubert von der Reise.

Jetzt heißt es für mich in den nächsten Wochen erstmal: Anatomie wiederholen, da ich für das 3. und 1. Semester im Präperierkurs bremsen werde und dann ist eine weitere Reise geplant. Diesmal in skandinavisches Gefilde: Norwegen und Schweden… Wenn mein Konto das zulässt 😀

Euer medicalresearcher

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Just some normal thoughts…

Manchmal weiß ich nicht, wohin die Zeit geht… Oder was Zeit überhaupt ist. Die Zeiger auf meiner Uhr bewegen sich zwar, aber irgendwie fühle ich mich gleichzeitig wieder wie 10 Jahre, zu jung und unerfahren für die große weite Welt, oder wie 35, wo man aufpassen muss, dass man das Leben nicht zu Ernst nimmt und vor allem den ganzen Spaß des Lebens nicht verpasst.

Es kommen so viele Momente auf mich in den nächsten Monaten zu, dass ich gerade den Sonntag dafür nutze, um darüber nachzudenken. In einem Monat werde ich 20 Jahre alt und vor allem ab nächster Woche im 4. Semester sein! Trotz der unzähligen Prüfungen, die ich schon hinter mir habe, die ganzen Stunden am Schreibtisch, die Down-Phasen und das wieder Aufrappeln – fühle ich mich manchmal, als hätte ich gerade erst mit dem Studium angefangen.

Wieder Ersti sein und keine Ahnung haben, wo man hin muss! Ähm, Raum +002/1003??

Wer denkt sich so etwas aus? Naja, zumindest weiß ich mittlerweile, dass die Zahl vor dem Slash immer für die Etage steht, also Stockwerk 2. Puh, zumindest etwas gelernt in den 1,5 Jahren an der Uni! Aber mal im Ernst: Man wird zwar in die weite Welt geworfen, wird schon ein Stück erwachsener und selbstständiger, aber irgendwie bleibt man doch immer noch in Gedanken – ich weiß nicht – kindlich? Naiv? Unerfahren?

Die anderen um mich herum erscheinen mir immer klüger, größer, besser – als wüssten sie genau, wo ihr Weg hingehen wird und was sie erreichen wollen. Manche Freunde planen schon, wie ihr Haus später aussehen soll, was für eine Praxis, Facharzt, Kinder, bla bla bla… Ich bin froh, wenn ich mich daran erinnere, dass am Sonntag die Geschäfte geschlossen haben.

Oder ich Spüli für die WG kaufen muss, weil wir sonst – trotz bestem Vorsatz – gar nicht mehr abwaschen könnten.

Ich hoffe inständig, dass irgendwann doch mal dieser Punkt kommt, an dem ich mich irgendwie…erwachsen fühle? Für die Aufgaben vor mir gewappnet bin? Manchmal stehe ich vor dem Spiegel und denke mir: Bin das wirklich ich? Das ist kein Film, das ist kein Buch, was du liest, das ist wirklich dein Leben! Und das verängstigt mich immer etwas, denn jede Entscheidung, die man trifft, ist wichtig – schließlich betrifft sie mich. Dass das Physikum nun vor mir steht, macht das Ganze noch interessanter, denn ich bin wirklich gespannt, wie dieser Druck sein wird. Ehrlich gesagt kann ich mir kaum vorstellen, wie das dritte Semester noch übertroffen werden soll – aber wie sagt man so schön: Schlimmer geht immer!

Aber mittlerweile weiß ich zumindest, dass ich mich drauf einstellen kann, die fiesesten Prüfer in der mündlichen Prüfung zu bekommen, die doofsten Fragen, denn das ist irgendwie normal bei mir geworden. Doch noch bin ich zuversichtlich, dass mein bester Freund aka Lernpartner und ich mit unserer erprobten Strategie es schon schaffen werden, dieses letzte Semester zu überstehen, dem Physikum und der Vorklinik die lange Nase zu zeigen!

Was mich erwartet im 4. Semester:

  1. Neuroanatomie:

Der „Präpkurs“ ist im 4. kein wirklicher Präpkurs, da wir nur ein paar Einzeltermine haben werden, um uns das Gehirn, welches von den Leichen des 3. Semester „aufgehoben“ wurde, anzuschauen. Es wird viel Lernerei sein, wie es bei Anatomie immer der Fall ist, aber da die meisten sagen, dass Neuro Spaß bringt und nicht so viel wie die letztens Semester ist, bin ich nicht ganz so nervös – der Trepel und der Prometheus (von uns immer liebevoll „Promi“ genannt) stehen schon im Regal und warten auf mich…

2.  Biochemie/Mikrobiologie:

Das wird leider nicht so angenehm, auch wenn die klinischen Versuche, die wir haben, wohl interessanter werden und vor allem nicht so lange dauern (manchmal waren wir im bis 21.00 Uhr im Labor), aber die Abschlussklausur am Ende soll weniger schön sein, denn sie geht über alles aus dem 3. und 4. Semester! Wenn bei uns Studenten das Physikum schieben müssen, dann weil sie durch Biochemie fallen… Aber eigentlich mag ich BC sehr gerne, deshalb hoffe ich, dass das dieses Mal auch so sein wird. Auch, wenn ich im Labor eher eine Niete bin. Wenn ein Versuch mal wieder schiefgegangen war/komische Werte produzierte, hieß es immer: Hast du etwa pipettiert?

Äh…vielleicht?

3.  Physiologie:

Da werden uns besonders die Sinnessysteme beschäftigen und wir wissen nicht wirklich, was uns erwartet, außer dass es Praktika und Seminare geben wird. Ich hoffe auf das Beste, nachdem ich das Letzte Semester Physio eher hassen als lieben gelernt habe (meinem Dozenten sei Dank), die Klausur am Ende dann aber doch ziemlich human und machbar war…

PHYSIKUMSVORBEREITUNG:

Super, bestes Thema!

Natürlich nicht, denn durch den typischen Mediziner-Lernstil (Stichwort: Bulimie-Lernen) hat man sehr viele Details seit Anfang des Studiums wieder vergessen, was aber alles vorausgesetzt wird. Zum Glück gibt es ja die Endspurts und Medi-Learn-Hefte, sonst wäre man wahrscheinlich verloren! Meine Reihenfolge sieht wie folgt aus: Phycho/Sozi, Bio und Chemie am Anfang lernen, damit die kleinen Fächer schon einmal weg sind – Physik nur, wenn wir noch viel Zeit übrig haben – dann Biochemie, Anatomie und Physio büffeln, bis man alles drauf hat.

Das schreibt sich hier gerade sehr, sehr einfach, aber ich weiß, dass es mit Sicherheit eine (kleine) Tortur werden wird – besonders nach diesen schönen 2 Monaten Semesterferien…

Ein bisschen setze ich auf den Frühling, damit einem die Sonne die letzte Kraft wiedergibt und man besser lernen und gute Laune haben kann – das werden wir bitter nötig haben.

Ganz schön viel Schwarzmalerei! Natürlich nehme ich vor, wieder mehr zu posten, aber die Zeit ist und bleibt irgendwie ziemlich kapp :/

Vor allem möchte ich aber wieder mehr Freude am Studium rüberbringen, denn eigentlich ist die Medizin ja wunderschön! Sonst würde ich mir das Ganze auch nicht freiwillig antun…

P.s. Profi-Tipp: wenn man die Bilder unten anklickt, dann erscheinen sie groß UND mit Bildunterschrift!

Euer Medicalresearcher ❤

Alles easy peasy lemon squeezy

Drittes Semester lebend überstanden?

Jaa…

War aber knapp

Mein Glück bei Prüfern in mündlichen Prüfungen setzte sich natürlich wieder fort. Ich hatte eine junge, absolut übermotivierte Doktorin, die auch noch bei unserem Chef der Anatomie gelernt hatte. Wenn es einen Anatomie-Gott gibt, der auf seine Medizin-Stundenten aufpasst, dann habe ich ihm etwas sehr böses angetan. War ich nicht oft genug in der Mediziner-Kirche und habe gebetet für ein bisschen Gnade in der nächsten Prüfung? Habe ich gesündigt, weil ich letztens beim lernen aus Versehen gesagt habe, dass der 9. Hirnnerv der Nervus vagus war? Dabei bin ich sogar extra zum Beichtstuhl nach der Sonntagsmesse gegangen und habe laut Anweisung des Anatoms 50 mal gesagt: Verzeih mir lieber Nervus glossopharyngeus, nur du bist der Neunte und kein anderer.

Wahrscheinlich habe ich in meinem früheren Leben im Präpkurs den N. ischiadicus durchgeschnitten (wie das ein neuer Ersti dieses Semester wohl geschafft haben soll. Wie schafft man das? Ich meine: Ischiadicus = kleiner Baumstamm?) oder den Tractus iliotibialis („der heilige Grahl der Anatomen“ wie uns im 1. Semester gesagt wurde).

So oder so ähnlich.

Zumindest war ich wieder einmal mit reichlich Frust ausgestattet am Anfang des Anatomie Lernens. Wobei ich zugeben muss, dass es schon ein wirlich erhebendes Gefühl war, das Herz aus dem Perikard zu nehmen oder die Niere aufzuschneiden: „einfach wie ein Sonntagsbrötchen der Länge nach aufschneiden“ sagte meine besagte Professorin. Haha, witzig. Haben Sie mich schon mal seit Anfang des Semesters etwas anderes als trockene Cornflakes mit Wasser zum Frühstück essen sehen? Sonntagsbrötchen…

Vor allem, weil man so wunderbare Horrorgeschichten über die Dozentin gehört hat. Sie soll im ersten Semester nach drei Minuten Prüfung gefragt haben: „Sind Sie nur aufgeregt oder haben Sie einfach nicht gelernt?“ Fragt sie einen Ersti!

Eine andere Prüfung endete mit der Frage: „Ich nehme an, die schriftliche Prüfung haben Sie nicht bestanden?“ Was soll so etwas?

Aber vielleicht ist das auch mal wieder einfach nur Schicksal, dass ich immer solche bekomme. Es gibt nämlich auch „gute“ Professoren, die sehr fair fragen. So sollte eigentlich jeder sein. Leider reines Wunschdenken. Auf jeden Fall hatte ich ziemlich Respekt vor der Dozentin. Nachdem ich die schriftliche bestanden hatte, mahnte ich mich dazu mich jetzt nicht verrückt machen zu lassen.

Mein Glück war, dass sie mich mochte. Wahrscheinlich dachte sie, ich könne alles oder so. „Sie sind mein nächstes Opfer. Erzählen Sie mir den embryonalen Blutkreislauf“, fing die Prüfung. Ich atmete tief durch und redete los. Dabei vergas ich die Hälfte vor Aufregung. Sie drückte mir die Leber in die Hand und sagte: „Was für einen Umgehungskreislauf haben wir hier denn?“ Upps, hatte ich mal eben so das wichtigste vergessen. „Ductus venosus“, presste ich schnell raus. „Was haben wir am Herzen für Besonderheiten?“, ging es weiter. Bekam ich irgendwie hin und überspielte es gekonnt, dass ich eigentlich nicht richtig die Lage des Foramen ovale zeigen konnte. Ich steckte einfach meine Finger ins Herz und redete dabei theoretisch weiter.

Es ging zum offenen Schädel. Sie zeigte nacheinander auf verschiedene Augenmuskeln und ich sollte sie ansagen. Das klappte gut. 9 und 10 Hirnnerv. Ja, Anatomie-Gott, der 9 ist der N. glossopharyngeus und der 10. der N. vagus. Gott schien zufrieden zu sein und war so gnädig, mich aus der Prüfung zu entlassen, nachdem ich die klinischen Ausfälle der zwei Nerven erklärt hatte.

Der Adrenalinkick, Endorphine, Glückshormone, was auch immer, machte die ganze Lernerei der letzten 2 Monate wett. Ich hatte bestanden.

Dann wartete im 3. Semester nur noch die Physiologie-Klausur. Darüber möchte ich gar nicht ausholen, weil Physio erstens sehr gut geklappt hatte (bestanden!) und zweitens es nichts besonderes gab. So schnell war ich aus der Klausurphase des 3. Semesters entlassen. Der Tag danach war so nach dem Motto: „Cool und was mache ich jetzt mit meinem Leben?“ So viel freie Zeit hatte ich seit September nicht mehr. Auch wenn wir uns zwischendurch mal einen Tag Pause gegönnt haben, war es etwas vollkommen anderes, keinen Druck mehr auf sich lasten zu haben.

So, jetzt habe ich euch endlich mal wieder geupdatet. Da ich in diesem Jahr (Oh mein Gott!) schon Physikum schreiben werde, wird es mit Sicherheit bald noch mehr (mehr oder wenige) lustige Prüfungsgeschichten geben.

Alles Liebe bis dahin.

Euer medicalresearcher

Ein perfekter Moment 

Kennt ihr dieses einen Moment, in dem alles perfekt ist und man sich fühlt, als könne man alles schaffen ? Das habe ich gerade. Ich würde am liebsten immer hier sitzen bleiben und die Zeit anhalten… denn wenn der Moment erstmal wieder vorbei ist, dann kommt der Stress wieder

Ich habe einen langen Tag, beziehungsweise zwei lange Tage hinter mir. Gestern hatte ich Physiologie Praktikum, ekg war das Thema. Aber es war echt spannend. Trotzdem war es anstrengend, bis um 19.00 Uhr an der Uni zu sein. Mit Testat vorher. Auch wenn das nicht schwer war, man macht sich trotzdem immer etwas Kopf darüber.

Heute morgen habe ich mir also um sechs Uhr den Wecker gestellt, um für den präpkurs Wirbelsäule nochmal zu wiederholen 6!: Biochemie anzugucken. Denn heute war wieder Testat. Wenn wir im Schnitt 75% haben, dann müssen wir keine klausur schreiben. Und das würde ich natürlich gerne vermeiden😁

Und jetzt habe ich alles geschafft und sitze auf meiner geliebten Mauer direkt unter dem Schloss und gucke in die Nacht über die Stadt hinaus. Es ist so wunderschön, wenn man nicht anders kann als zu lachen, weil man so ein schönes Gefühl im Herzen hat. Ich liebe dieses Gefühl. Gerade bin ich mit mir und der Welt im reinen und einfach nur dankbar erleben zu dürfen, was ich erlebe.


Bitte Welt, noch viel mehr von diesen Momenten…

Liste des Lebens 

Habt ihr eine Liste, mit Dingen, die ihr in eurem Leben unbedingt machen wollt?

Ich habe eine. Ich liebe es solche Listen zu lesen 😁 mir geht es gar nicht so darum, diese Dinge unbedingt abzuhaken. Mit geht es eigentlich eher darum, so etwas wie ein Ziel zu haben. Wie, als könne man sicher sein, dass man in seinem Leben was geschafft hat. Ich möchte euch gerne ein paar Auszüge davon erzählen. Aber nehmt manche Dinge nicht zu ernst 😁 (und die Reihenfolge ist vollkommen willkürlich)

1. den Nobelpreis gewinnen

3. in einem weißen Kleid heiraten

4. den Berlin Marathon zu Ende laufen

5. Ein Buch schreiben (ob Biographie oder Roman oder Forschungszweig ist egal)

7. (mindestens) ein Kind haben

9. einen Doktortitel erhalten

10. das Medizinstudium absolvieren

12. im Orchester spielen

13. eine echte Familie haben

14. schwedisch, Chinesisch, Slowenisch, französisch und englisch fließend sprechen

15. auf allen Kontinenten gewesen sein

17. meine eigenen Hühner im Garten sehen

18. einen Hund haben

19. (mindestens) ein s-springen gewinnen

21. beweisen, dass es kein Glück gibt, sondern alles nur mathematischer Zufall ist

22. eine Studie durchführen, die die ineffektivität von textmarkern belegt

23. das Wort Ewigkeiten (Plural) aus dem deutschen Wortschatz streichen

24. Polarlichter sehen

26. ein Testament schreiben

27. wildpferde sehen

33. einen Baum pflanzen

35. eine Flaschenpost verschicken

36. barfuß durch den Regen laufen

37. einen Wikipedia- Eintrag bekommen

40. ein Café in Paris eröffnen

41. Zeit verschenken

42. Pizza in Venedig essen

44. Nudeln selber machen

50. den echten Eintrag von charles Darwins „I think…“ sehen

54. Dampfnudeln selber machen

56. einen Bettler zum Frühstück einladen

57. einen Ruf an einen Lehrstuhl an eine Universität erhalten

58. eine Vorlesung halten

60. in Burkina Faso gewesen sein

64. ein Schachspiel gewinnen

66. um Punkt Mitternacht über einen Friedhof laufen

73. eine Woche zu jeder ja-nein-frage ja sagen (ohne das jemand davon weiß und mit ein paar Regeln)

74. das selbe mit nein (ich bin echt gespannt, was schlimmer endet 😁)

80. zitiert werden

83. ein Tier aus dem Tierheim adoptieren

85. alleine nach Slowenien reisen

So, das war es bis hierhin, bitte, bitte alle Vorschläge, was man so im Leben alles anstellen kann, mir mitteilen. Ich liebe es, darüber nachzudenken😁

Mittlerweile sind es sind es 85 Punkte. Ich hoffe, nach den Semesterferien nach dem dritten Semester mindestens 3 streichen zu können. Welche verrate ich aber nicht 😁

Verratet mir doch mal, was ihr so für Listen in euren Schubladen liegen habt!

Liebe Grüße

Euer medicalresearcher

P.s. Das erste Biochemie und physio Testat ist bestanden!!

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(Das ist ein Bild einer Freundin von Österreich, aber das Bild ist so schön, dass ich dabei immer zu träumen anfange, genau wie bei der Liste… 🙂

Nicotinamidadenindinukleotid

Ähm was?

Ach so, NAD ist gemeint. Jetzt ist alles klar.

So geht es einem als Mediziner/HuBi/Zahni/alle möglichen Naturwissenschaftler.

Versucht es mal bei eurer Oma. Zumindest meine wusste nicht, was ich von ihr wollte und dachte bestimmt, dass das vierte Stück Torte nun doch eins zu viel war 😀

So, jetzt aber mal zur Sache. Also das Pflegepraktikum ist schon wieder halb vergessen. Heute war der dritte Uni Tag und es ist, als wäre ich nie weg gewesen. Das ist auf der einen Seite wunderschön, auf der anderen echt anstrengend.

Das dritte Sememster steht nun vor mir und ich weiß noch gar nicht so richtig, was ich davon halten soll, denn an der Marburger Uni soll das 3. das Schwerste sein. Besonders Anatomie, denn wir präpen nun Rumpf, Situs, Kopf und Hals. Bis Weihnachten. Alles.

Und dann eine schriftliche Klausur und das mündliche Testat an der Leiche.

Der Präpkurs hat für mich gestern angefangen und es ist schon komisch, wie unglaublich schnell man sich an die ganze Situation gewöhnt hat. Ich habe das Formaldehyd kaum noch gerochen. Ich durfte sogar den ersten Hautschnitt machen. Und zwar fangen wir mit dem dorsalen Rumof an und ich durfte quasi einmal komplett an der Wirbelsäule runterschneiden. Auch das Skalpell liegt einem schon viel „normaler“ in der Hand als noch im ersten Semester. Die erste Stunde war zwar „nur“ Haut abpräpen, aber unsere Tischdozentin hat uns schon ordentlich Hausaufgaben aufgegeben zum nächsten Termin.

Ich schätze, das wird mal wieder ein richtiges Anatomie Wochenende. Schon mein Freitag heute war nichts anderes als Anatomie 😀 8 Uhr Vorlesung Anatomie (Regio nuchae, Plexus cervicalis, dorsale Rückenmuskulatur und epifasciale Strukturen), aber da die VL von dem Prof war, der mich in Histo geprüft hat und ich dem mittlerweile sehr gerne zuhöre, war das wirklich gut und hat (für eine Anatomie VL) richtig viel Spaß gebracht.

Dann habe ich eine Stunde in der Bib die Rückenmuskulatur wiederholt, aber gerade in Anatomie merke ich immer öfter, dass die Bib nicht so mein Lernort ist. Ich rede beim Lernen immer mit mir selber/ erkläre es mir. Und das geht natürlich schlecht im Lesesaal, wenn die Juristen alle absolute Ruhe brauchen, um alle 5 min ihr Facebok Profil zu updaten 😀

(Nein, ich habe nichts gegen Juristen, mein großer Bruder ist auch im 9. Jura-Semester)

Also bin ich nach Hause gegangen und habe mir mein Skelett geschnappt. Das ist echt super, denn wenn ich die Strukturen anfassen kann/ mir vorstelle, wie alles am Skelett verläuft, bin ich viel schneller beim Lernen. Kann ich nur jedem empfehlen!!

Also habe ich nochmal die Rückemuskulatur gemacht (autochton, prävertebrale Halsmuskeln, Bauchmuskeln, sekundär eingewanderte RM). Dann habe ich aus dem ersten Semester die für uns auch in diesem Semester relevanten Muskeln wiederholt (Rotatorenmanschette, Schultergürtel).

Und dann zum ausklingen habe ich mir die tastbaren Knochenpunkte ventral und dorsal am Rumpf angeschaut und Hautregionen sowie Dermatome. Und jetzt habe ich genug von Anatomie 😀

Morgen steht auf dem Plan: Plexus brachiales wiederholen, weil unsere Dozentin gerne auch die Regio axillares darstellen möchte. Außerdem Trigonum arteriae vertebralis, Punctum nervosus, Plexus cervicalis und wenn ich dann noch Lust habe, das von heute vielleicht zur Hälfte wiederholen 😮

Mal sehen, wie weit ich komme. Irgendwie hat man es ja schon wieder vermisst, Anatomie zu lernen.

Nächste Woche denke ich bestimmt anders darüber, denn dann kommt das erste Biochemie Testat und Physio Praktikum. Und am Dienstag noch ein „Vorstellungsgespräch“ für eine Hiwi-Stelle in der Biochemie.

Ich muss endlich rausfinden, wie man die Zeit anhalten kann!

Liebe Grüße

euer medicalresearcher

 

P.s.: Mir fällt gerade ein: Als ich heute 10 min vor der Vorlesung mit dem Fahrstuhl zum Hörsaalgebäude gefahren bin (Ja, in Marburg gibt es in der Stadt einen Aufzug zwischen Ober- und Kernstadt), kam ein sehr netter Physik-Student (8. Semester) angelaufen und ist mitgefahren. Und hat ganz munter angefangen zu plaudern und mich gefragt, was ich denn studiere.

Als ich dann 10 min später (pünklich!) in der VL saß, kam mir der Gedanke: Wieso hast du nicht gefragt, ob er mit dir einen Kaffee mit dir trinken geht (Vorwand: Physik Studium!).

Ich hoffe, er fährt mal wieder mit dem Fahrstuhl…

 

Ein Schritt näher am Physikum

Ich habe es gechafft! Pflegepraktikum: Check

Jetzt fahre ich morgen die tollen 6 Stunden wieder nach Marburg an die Uni in mein kleines süßes Dachzimmer. Ich freue mich schon.

Es ist zwar toll, im vertrauten Elternhaus zu sein, nicht mehr einkaufen zu müssen, aber die Freiheit ist ganz anders, wenn man nicht mehr auf die Eltern Acht geben muss. Deshalb freue ich mich schon wieder! Auch wenn jetzt das berühmt berüchtigte 3. Semester kommt…

Marburg, ich komme wieder !!

Rette mich jemand!

Bitte…

Ich kann nicht mehr und will auch nicht mehr. Zwei Monate Pflegepraktikum sind fast rum, aber drei Frühdienste habe ich noch vor mir. Und ich mag nicht mehr. Man bekommt weder Geld noch wird einem das frühe Aufstehen um 5 Uhr irgendwie entschädigt. Ich habe langsam einfach nur noch die Nase voll und mag nicht mehr morgens den Klinikgeruch in der Nase haben.

Ich will einfach nur noch Semesterferien haben und zwar echte und keine, in denen man acht Stunden arbeiten muss.

Kann mich bitte jemand retten und holen? Vielleich mit mir wegfliegen? Island fände ich super oder Slowenien zum Wandern. Irgendwohin, wo es keine Menschen gibt, die irgendetwas von einem wollen. Oder was brauchen. Oder klingeln.

Das brauche ich jetzt, absolute Ruhe.

Ich bin nich nicht gläubig, sogar überzeugter Atheist, aber bitte lieber Gptt, wenn es dich gibt, dann lass doch einfach schon Freitag um 14.00 Uhr sein und mich fertig mit dem Kram sein….

Hab Erbarmen mit mir

euer müder und trauriger medicalresearcher

Lachen oder weinen?

„Geh auf die Pädiatrie oder Gyn! Da darf man die ganze Zeit mit kleinen Kindern spielen oder Schwangere zum Ultraschall fahren und muss keine alten Leute waschen!“

Zweimal düft ihr raten, wo ich bin!

Auf der Geriatrie. Der beste Ort für ein Pflegepraktikum! 😀

Nein Scherz, wenn ihr auch so unglaublich strukturiert wie ich wart und ich euch eine Woche vor Beginn der Semesterferien bewerbt, dann lasst euch jetzt keine Angst von mir machen.

Oder vielleicht doch ?

Ich habe sogar noch Glück gehabt, denn auf meiner Station sind viele Privatpatienten und dementsprechen „angenehm“ ist die Personalage. Heißt: Sie ist 5% weniger katastrophal als in anderen Kliniken 😀 Ich musste selber lachen, als drei examinierte Schwestern schwatzend und kaffeetrinkend im Stationszimmer saßen und ich auf der Toilette war und keiner der dreien die geringste Notwendigkeit darin sah, zur Klingel zu gehen 😀

Nein, ich darf auch nicht immer schimpfen, mittlerweile komme ich mit recht vielen Schwestern ganz gut aus und da ich merke, wie sehr sich die Patienten darüber freuen, wenn sich jemand mal zu ihnen ans Bett setzt, bringt mir die Arbeit auch in vielen Momenten Spaß. Wäre auch komisch, wenn nicht.

Auch wenn ich das morgens um Fünf vor der Frühschicht beim Aufstehen nicht unterschreiben würde…

Aber jetzt kommt etwas für euch. Meine bisher schönsten Anekdoten aus einem Monat Geriatrie:

1.

Frau U. ist eine kleine zarte Dame, die aus einer wohlhabenden Familie kommt, beide Kinder sind Ärzte. Sie ist jedoch zusehend vereinsamt in ihrem großen Haus am Meer und hat aufgehört sich etwas zu Essen zu kochen. Kam also mit dem ganzen Programm: Synkope, Exsikkose, geistige Verwirrtheit, schlechter AZ zu uns. Natürlich Privatpatientin im Einzelzimmer. Bei uns wurde fortgeschrittene Demenz festgestellt, weswegen sie nachts gerne mal über die Flure spaziert. Es kam wie es kommen musste. Sturz in der Nacht, Platzwunde, genäht mit vier Schnitten, Am gleichen Tag noch Pleurapunktion, bei der die gute gezuckt hat, weswegen sie nun auch noch einen Pneumothorax hat. Am nächsten Tag wollen wir ihr das verklebte Haar auswaschen, ganz vorsichtig ohne die frische Naht nasszumachen. Sie sieht das aber anders, hängt sich kopfüber übers Waschbecken und hat sich Shampoo aufs Pflaster. Gut, was muss, das muss 😀

Am besten war es aber heute morgen.

„Guten morgen Frau U. Haben Sie gut geschlafen? Sie sitzen ja schon am Tisch?“

„Heute ist ein schrecklicher Tag. Ich wusste gar nicht, dass Haut so schnell leiten kann. Es kam einfach als ich aufstand.“

Ich schaue mich im Zimmer um und entdecke eine Urinpfütze hinter der Tür und unterm Tisch liegt die Einlage. Nass.

„Aber schauen sie mal. Ich habe es geschafft, das Laken zu retten!“

Sie schaut mich so begeistert an, dass man ihr kaum böse sein kann, auch wenn ich das natürlich wieder aufwischen darf. Wozu ist man schon Medizinstudentin oder ? 😀 Ich wollte sie dann ins Badezimmer bringen, da fragt sie mich, ob das denn frei sei (Sie ist im Einzelzimmer). Beim Haarebürsten verlangte sie von mir, dass ich ihr das Telefon reiche (es ging draußen von einem anderen Zimmer die Klingel). Und während des Haarebürstens erzählte sie mir, dass sie gerade aus dem Urlaub zurücksei und sie sich freute, dass ich sie besuchen käme.

Alles klar, Frau U. Ich freue mich auch 😀 Nächstes Mal, wenn ich sie besuchen komme, trinken wir lieber einen Kaffee zusammen als dass ich ihren Urin aufwische…

2. Ich wurde gefragt, ob ich mal eine Nacht mitmachen wolle. Ich wollte. Die beste Erfahrung? Ich kam zu einer mir fremden Patientin. Sie sagte zu mir: „Sie sind süß!“ Zwei Sekunden später versuchte sie mir mit ihrer Klingel ins Gesicht zu schlagen.

3. Frau U. (eine andere als eben) ist orientiert, aber aufgrund einer Macula Degeneration fast blind sowie sehr schwer hört, Wassereinlagerungen und Herzinssufizienz besitzt. Sie ist aber orientiert und zu mir aber immer sehr lieb, da ihre zwei Enkeltöchter auch Medizin studiert haben. Mein Highlight bei ihr war, als die Nachtschwester erzählte, Frau U. sei sehr nostalgisch gewesen, habe auf dem Bett gelegen und gesagt: „Ich werde von nun an nur noch beten.“ Als sie fragte, ob sie gerade akut denn irgendwas tun könnte, um ihr zu helfen, sagte sie: „Nein, ich werde mich von nun an an Gott richten.“ Na meinetwegen, wenn es ihr Spaß bringt.

Ich konnte aber echt nicht mehr, als ich am Tag zu ihr ging, um ihr die Socken anzuziehen. Die Socken, nichts mehr. „Ich danke dem Himmel, dass er sie geschickt hat. Gott vergelte!“

Wer hätte geglaubt, dass jemand sich so freut, wenn ich ihm die Socken anziehe 😀

4.

Und dann sind da die Lieblingspatienten. Jeder hat die oder? Auch bei den Alten. Es gibt so viele anstrengende, aber auch immer super liebe Menschen. Da ist Herr H. Palliativpatient. Bronchialkarzinom im Endstadium, die dritte Chemo wurde abgebrochen, weil er einen Herzinfarkt bekam. Ich bin jeden Tag mit ihm ins Bad gegangen und habe ihn beim Waschen unterstützt. Nach meinem freien Tag kam ich wie immer ins Zimmer und sagte: „Guten Morgen Herr H. Haben Sie gut geschlafen?“ „Wo waren Sie gestern? Ich habe Sie vermisst.“

Bei seiner Entlassung drückte er mir die Hand und sagte: „Wir haben viel durchgemacht.“ Bei so etwas muss einem doch das Herz aufgehen oder? Dabei habe ich immer nur ein bisschen über das Wetter und so mit ihm geplaudert…

Sehr ähnlich Frau K. Mittelhandfraktur. Für über 90 aber noch top in Form und ganz klar im Kopf. Sagt sie mir heute: „Ich habe schon meiner Schwester von ihnen erzählt, sie sind so lieb zu mir. Dabei habe ich mich nur 10 min zu ihr ans Bett gesetzt und mit ihr über ihren geliebten Hund geredet. Da merkt man, wie sehr den Menschen soziale Nähe gut tut.

Und zu allerletzt Herr S. Eigentlich ein Patient, bei dem ich so gut wie gar nichts machen kann, denn er ist sehr kompliziert mit Brustwirbelfrakturen, kann nicht mobilisiert werden und hat noch Parkinson und eine Dysphagie dazu. Aber ich helfe ihm immer beim Essen und besonders der Kampf morgens mit den Tabletten, die ich ihm mit Apfelmus eintrichtere, hat uns zusammengeschweißt. Seine Tochter ist zu Besuch und ich muss zum 11 Uhr Vitalwerte messen rein. Ich mache die Tür auf, sagt er zu ihr: „Da ist sie! Die von der ich dir erzählt habe.“

Ich finde, da lohnt sich die Arbeit. Ich weiß zwar nicht, wie viele Wäschesäcke ich mittlerweile schon ausgeleert habe, aber solche Momente machen die Mühe fast wieder vergessen.

Ein Lacher noch zum Schluss: Hochgradig dementer Herr, früher selber Arzt, Professor der Blutbank an der Uniklinik. Ich gebe ihm die Zahnbürste in die Hand. Schaut er mich mit großen Augen an: „Und was machen wir jetzt damit?“

Ich hoffe, meine Anekdoten haben euch gefallen. Da ich noch einen Monat vor mir habe, freut euch auf mehr! 😀

Liebe Grüße

euer medicalresearcher

Im 2. Semester gibt es keine zweiten Chancen

Doch, gibt es!

Moin! (wie man in meiner Heimat im hohen Norden sagen würde)

Ich bin im zweiten Semester durch eine Klausur durchgefallen. Ich war wirklich geschockt, denn das war das erste Mal und ich war durch die Schule sehr gute Noten gwöhnt. Ich weiß voll und ganz, dass ein 1,0 Abitur nicht unbedingt viel aussagen muss, aber trotzdem war ich es nicht gewohnt, zu „versagen“. Etwas mal nicht zu können.

Durchfallen. Dieses Wort klingt furchtbar. Es macht einem Angst. Es assoziiert bei mir immer dieses Bild: „Du warst nicht fleißig genug. Du hast zu wenig gelernt. Du bist nicht gut genug.“

Es sollte ein anderes Wort geben. Mir ist leider noch keins eingefallen, aber es ist dringend nötig. Eins, dass klar macht: Dieser Mensch ist nicht doof, er ist nicht faul (zumindest bei den Medizinern stimmt das meist, andere Studenten kann ich nicht beurteilen 😀 ). Er hatte einfach nur zu wenig Zeit und es sind die falschen Fragen dran gekommen. Vielleicht hat er sich beim Kreuzen auch durch irgendwas ablenken lassen. Wer weiß das schon immer so genau?

Bei uns brauchte man in der Physio Klausur im zweiten Semester 8 Punkte, um zu bestehen. Ich war gerade bei meinem besten Freund und Lernpartner Max, als die Ergebnisse herausgekommen sind. Wir hatten alles zusammen gelernt und waren beide überzeugt davon, die Klausur bestanden zu haben. Falsch gedacht. Er schaute seine Matrikelnummer zuerst nach: 7 Punkte. Dann meine: 7 Punkte.

Ich war sicher, dass er falsch geschaut hat. Ich habe es bestimmt drei mal überprüft, aber es stimmte. Ich fiel kurz in ein Loch hinein. Was sollte ich jetzt tun? Ich war echt für einen Moment total überfordert. Zum Glück hatte ich nicht viel Zeit dafür, denn wir schrieben am nächsten Tag Biochemie. Ich hatte bis zu dem Zeitpunkt natürlich noch nichtmal angefangen zu lernen. Max hat Panik bekommen und beschlossen, Biochemie nicht mitzuschreiben, sondern die Zeit für Histologie zu nutzen. Er hatte den Plan, am nächsten Tag sich ein Attest zu holen. Hat er auch gemacht. Für mich war das schwierig, denn ich wollte so etwas auf keine Fall machen.

Also musste ich alleine Biochemie lernen. Das bedeutete, in so ca. 7 Stunden das ganze Semester lernen. Auf meiner Seite waren 3 Dinge: Es gab eine offizielle Zusammenfassung von der Uni, ich musste also nichts aus Büchern zusammensuchen; Ich kannte viele Dinge aus Chemie und Bio noch, also so ein Grundlagenkram, der nochmal abgefragt wurde (Aufbau von Aminosäuren, Esterbildung, bla bla bla; ich war hochmotiviert in keiner Klausur mehr durchzufallen. Eine war definitiv genug!

Ich bestand Biochemie mit 86 %.

Die Nachholklausur in Physio war nach dem letzten Tag der offiziellen Klausurphase. Wir wussten aber glücklichweise, was im Großen und Ganzen schief gelaufen war. Und zwar hatten wie einen Mechanismus falsch gelernt. Wir hatten es aus der Zusammenfassung so verstanden, dass Inositoltriphosphat (IP3) in Phosphatidylinositol 4,5-bisphosphate (PIP2) und Diacylglycerin (DAG) gespalten ist, was vollkommener Schwachsinn ist, denn PIP2 wird in IP3 und DAG gespalten. Das hätte uns natürlich auffallen müssen! Aber wenn ich mitten in der Klausurphase bin, dann denke ich nicht so konsequent über die Mechanismen nach. Auswendiglernen lässt grüßen… Vielleicht wäre es gut gegangen, hätten wir nicht auch noch Muskel etwas vernachlässigt und nicht drei Fragen zu diesem Mechanismus gekommen wären. So haben wir mit vollkommener Überzeugung drei falsche Antworten gekreuzt und auch noch schlecht geraten.

Für die Nachholklausur haben wir nicht mehr, aber genauer gelernt. Ich hatte 13 und Max 10 von 15 richtig. Also locker bestanden.Der Mechanismus kam übrigens nicht dran 😀

Mir war es eine Lehre. Genauer lernen. Trotzt Klausurphase versuchen zu hinterfragen. Ehrlich zu mir selbst sein: Hab ich es wirklich verstanden? Und nicht den Kopf in den Sand stecken, wenn es mal doch nicht klappt. Dann schreibt man es eben nochmal, was ist schon dabei?

Man kann nicht alles perfekt können. Vielleicht war es auch ganz gut, dass ich auf die Nase gefallen bin. So musste ich wieder aufstehen und weitermachen. Denn wenn man nie fällt, dann weiß man auch nicht, wie man wieder aufsteht oder ?

In dem Sinne,

euer Medicalresearcher